Gemeinderäte im Gespräch – Irmi Schädler

Mehr als zwei Jahre sind seit der letzten Kommunalwahl in Oberstaufen vergangen und viele neue Marktgemeinderäte sind in den Gemeinderat eingezogen, um sich den Aufgaben ihrer Heimatgemeinde zu widmen. Für die Freien Wähler ist es Zeit ein erstes Fazit zu ziehen und die einzelnen Kommunalpolitiker zu fragen, was in den letzten zwei Jahren passiert ist, welche Erfolge zu verzeichnen sind und wie es weitergehen wird.

Beginnen möchten wir mit der einzigen Frau im Gemeinderat: Irmi Schädler.

 

Frage: Mehr als 2 Jahre sind seit der letzten Kommunalwahl vergangen – Zeit für ein erstes Fazit?

Irmi
Irmi: Na ja, die 2 Jahre waren, um ehrlich zu sein, eher was zum „Warmwerden“. Von manchen Bereichen hatte ich persönlich vorher noch wenig Ahnung und manche Strukturen musste ich erst verstehen.Neue Ideen blieben deswegen vielleicht auch noch etwas auf der Strecke, da die Basisarbeit sich auch mit dem neuen Gemeinderat nicht geändert hat. Wenn ich hier einen anschaulichen Vergleich bringen müsste, würde ich sagen, es ist wie wenn man in ein altes Haus einzieht: man stellt sich anfangs vor, es ganz anders zu gestalten, und dann kommen die täglichen Alltagsdinge: Haushalt, aufräumen, Gartenarbeit, einkaufen… Klar will man noch neu streichen und vielleicht eine neue Einfahrt bauen, Fensterläden erneuern und alles optimieren –  aber bei manchem muss man einfach feststellen, dass die vorigen Hausbesitzer sich schon mit den selben Themen auseinandergesetzt haben und es eben für nicht alles eine optimale Lösung gibt… Trotzdem ist es jetzt unser neues Haus, und ein bisschen mehr Charakter wollen wir alle, dieser Epoche schon noch einhauchen 🙂

Welche Themen, die Dir während des Wahlkampfes wichtig waren, konnten bereits umgesetzt werden?

Irmi: Ich hab mich im Wahlkampf besonders für die kleineren Landwirte und Staufens Authentizität ausgesprochen, und da werde ich auch in Zukunft nicht von meiner Linie abweichen  (bin ich übrigens auch noch nicht).

Welche besonderen Herausforderungen kommen in den nächsten Jahren noch auf Dich und die anderen Gemeinderäte zu?

Irmi: Nun ja, dass an unserer präsentesten Stelle ein leeres Schloss steht und wir nicht wissen, wie es da weiter geht, wird mit Sicherheit noch eine Herausforderung werden; auch das Thaler Freibad ist noch kein einfaches Thema, ein neuer Spielplatz im Kurpark ist aus Sicht der Familienbeauftragten eine nötige und lösbare Herausforderung, und sonst… na ja, das sehen wir dann, wenn neue Probleme vor der „Ratstüre“ stehen und wir dann hoffentlich so einig und vernünftig wie bisher sind!

Was ist das schwierigste an der kommunalen Arbeit?

Irmi: Für mich ist es manchmal, dass ich mich nicht meiner Stimme enthalten darf, weil mir bei manchen Entscheidungen weder ein „ja“ noch ein „nein“ gefällt, aber so sind nun mal die Regeln…